Vintage, Alte Möbel, Antike Möbel, Antik, Einrichten im Vintage Stil, Shabby Chic, Shabby Chic Möbel, Shabby Chic Stil, Landhaus, Landhausstil, Landhaus Stil

Vintage Möbel und der gute Shabby Chic Stil: Mit altem Stil zu neuen Ufern

Originelle Einrichtungsgegenstände zu finden ist gar nicht so leicht und wer sich für ältere Epochen mit Chic und Eleganz zugleich begeistern kann, der muss natürlich auch die aktuell besonders trendigen Vintage und Shabby Chic Möbel kennenlernen.

Vereint wurden und werden in diesem Interieur zeitlich so völlig unterschiedliche Epochen wie Art Déco, Bauhaus und Jugenstil – kein Wunder also, wenn Shabby Chic beinahe Geschichten erzählen und ihre Ausstrahlung unbestritten auf die Umgebung übergreift. Berühmte Designer wie Le Corbusier oder Isamu Noguchi entwarfen und entwerfen diesen besonderen Chic und die Originale, oft aus den 60er Jahren, sind meist nur noch schwer zu bekommen. Es gibt aber selbstverständlich auch Nachbildungen, die in vielen Fällen durchaus gelungen sind und die Vintage und auch den gewissen Shabby Chic Charme in jedes Wohnzimmer holen. Sammler und Einrichter können hochwertige Einzelstücke erwerben oder eben dem darauf Bezug nehmenden Massenmarkt Anregungen entnehmen. Mittlerweile gibt es zum Beispiel in Asien und Amerika ganze Heerscharen von Sammlern, was die Preise für Originale natürlich in die Höhe treibt. Das überrascht auch nicht sonderlich, denn Möbel sind ähnlich wie Bilder oder Skulpturen für einige Menschen sehr interessante Anlageobjekte. Da die Vintage Möbel immer sehr gut gearbeitet sind, halten sie auch eine ganze Weile und so kann es vorkommen, dass ein Nierentisch von Isamu Noguchi weit mehr einbringt als freilich von Würmern zerfressener Holzaltar aus dem Hochmittelalter!

Shabby Chic Möbel kaufen

shabby chic kommodeWo aber sind denn nun überhaupt Shabby Chic Möbel auf dem Markt? Klar, es gibt natürlich die bereits erwähnten Auktionen, auf denen Klassiker zu Mondpreisen versteigert werden. Dort sitzen dann oft anonyme Bieter und heben fleißig ihre Kärtchen und nicht selten wandert ein wunderschönes Stück direkt in eine genaustens temperierte (und gesicherte) Lagerhalle, um niemals mehr ein Wohnzimmer zu verschönern, sondern allein um als Wertgegenstand vor sich hinzudämmern. Das ist natürlich sehr schade, jedoch auch ein Aspekt der freien Marktwirtschaft. Es ja kaum möglich, solche Sachen irgendwie zu reglementieren und so findet die Wirtschaft demgegenüber den scheinbar besten Weg: Es wird einfach nachgebaut. Nachbau jedoch ist nicht gleich Nachbau! Es gibt aktuelle Designer, die im Shabby Chic Stil entwerfen und deren Stücke gleichfalls auf Auktionen oder in sehr teuren Möbelgeschäften angeboten werden. Sie übernehmen einfach den Stil bestimmter Epochen, setzen bei der Herstellung auf ebenso wertvolle wie langlebige Materialien. An diesen Varianten ist selbstverständlich das meistens gelungene Zusammenspiel einer Kopie des Alten und dem oft hauchzart damit einhergehenden Einfluss der Gegenwart interessant. Designer erfinden die alten Stile noch einmal neu und sind deshalb auch so begehrt – und leider sehr teuer!
Für die Masse hat die Wirtschaft natürlich auch etwas parat und produziert aus diesem Zwecke fleißig die übliche, bekannte Ware für die großen Möbelhäuser. Auf den ersten Blick Vintage oder Shabby Chic, sind die dort angebotenen Teile meist nicht sehr hochwertig, wenn auch durchaus optisch gelungen. Man sollte sich freilich nicht darüber ärgern, sondern das Beste daraus machen!
Am sinnvollsten halte ich jedenfalls immer noch das Fachgeschäft. Das kann es im Internet geben, aber auch vor Ort um die Ecke. Dort führen die Verkäufer oft ein sehr interessantes Sortiment aus (erschwinglichem) Alten, stylish gelungenem Neuen und dazu passende Accessoire. Der Kunde wird gut beraten und sitzt garantiert keinen Fälschungen auf. Diese sind nämlich, vor allem im Netz ein echtes Problem und ein vorgebliches Originale, das als Schnäppchen offeriert wird, ist zu 99,9 Prozent eine Kopie aus China oder Vietnam! Nichts gegen die Fälscher an sich, sie wollen ja auch leben und arbeiten, aber wenn die Verkäufer besonders dreist auftreten, offerieren sie Fälschungen für hohe Preise – schlicht, um den Kunden zu verwirren! Es ist ungemein schwer, diese Kopien zu erkennen, allein nach einiger Zeit des Gebrauchs zeigen sich vielleicht die ersten Hinweise.
Deshalb gilt: Zunächst ins Fachgeschäft und sich beraten lassen!

Einrichten im Vintage und Shabby Chic Stil

Mancher glückliche Besitzer meint, mit dem Erwerb eines Vintage – Möbelstücks wäre die Sache geritzt und die Einrichtung automatisch mehr Wert. Das stimmt natürlich auch, allerdings kann Interieur dieser Art gleichfalls eine gegenteilige Wirkung entfalten.
So ist klar, dass ein Vintage Sessel immer ein Menge Platz für sich beansprucht. Er ist in der Regel nicht nur zum Sitzen gedacht, sondern gleichfalls zur Repräsentation und wer das nicht bedenkt, wird sich vielleicht nicht ganz wohl fühlen mit diesem guten und teuren Stück. Auch kann man Vintage nicht einfach unter das bereits Vorhandene einreihen, vielmehr empfiehlt sich eine harmonische Ausrichtung. Shabby Chic hält viel aus und kann auch sehr gerne mit ultramodernen Stücke kombiniert werden, aber dann sollten Form und vor allem Material wenigstens ungefähr ähnlich sein. Helles und dunkles Holz miteinander zu kombinieren ist nicht nur mutig, es kann auch richtig hässlich sein! Da erntet man vielleicht spöttische Blicke wo man eigentlich mit Bewunderung gerechnet hat.


 
Deshalb gilt: Ausprobieren und Geschmack entwickeln! Der Hintergrund sollte eher hell und in Pastell gehalten sein, die anderen Möbel dem Vintage und Shabby Stil Teil angemessen. Dieses darf ruhig auffallen, hervortreten, sollte dann aber auch seinen Platz erhalten. Niemand braucht den Nierentisch als Abstellfläche, er ist Couchtisch und Platz für Gegenstände des täglichen Lebens und Wohnens! Er passt sich dann auch wunderbar ein, in einer Ecke jedoch wirkt ein solches Designerstück geradezu lächerlich. Ein weiterer Vorteil dieser Möbel liegt demnach in der gerade sich aufdrängenden Pflicht, Geschmack zu entwickeln. Man muss sich beschäftigen und bildet dadurch den eigenen Charakter auch ästhetisch weiter. Klar, es gibt Neureiche, die überlassen das alles ihrem Innenausstatter und zeigen ihren Gästen dann stolz dieses und jenes Teil. Oft wissen sie dabei gar nicht, was Jugendstil oder Bauhaus bedeuten und ich persönlich finde es eine Schande, dass Geschmack für viele Menschen in dieser Form nicht entwickelbar ist, nur weil Ölscheichs und Kohlerussen den Markt leerkaufen. Aber ich halte die Marktwirtschaft eben auch für angemessen und den besten Weg, so dass ich mich diesem Zuständen unterwerfen muss.
Vintage funktioniert zudem gut und gern auch über Kontrast. Wer mal Kataloge und Bildbände über die Einrichtungen vergangener Epochen sich ansieht, der erkennt eine oft farblich sehr intensive Gestaltung von Wänden und Decken. Dazu passen Vintage Möbel sehr wohl und wer will, kann diese selbst sogar farblich umgestalten. Es gibt bunte Bezüge für das Jugendstil – Sofa (das dadurch auch geschont wird) und unzählige Variationen an Lacken und Farben für Holz wie Metall. Ausprobieren ist da Pflicht, wenn auch nur in Gedanken! Aber wer eine alte Bauhauslampe doch auf irgendeinem Trödelmarkt findet, der kann sie auch gerne neu anstreichen und sie dadurch in interessanten Kontrast zur Umgebung setzen. Das funktioniert ganz ausgezeichnet und lässt sich leicht bewerkstelligen.

Shabby Chic ist ein Trend, den es zu reiten gilt. Jeder, der sich für Möbel und Einrichtungen interessiert, sollte sich damit beschäftigen. Epochen wie das Bauhaus haben schließlich zur Befreiung vom historistischen und klassizistischen Mief beigetragen, auf Stilen wie Art Déco ruht unsere postmoderne Gesellschaft. Warum also nicht ein wenig von dieser alten, versunkenen Zeit in unsere Welt mit hinübernehmen? Die Möbel aus dieser Zeit waren jedenfalls schön und gelungen, sie repräsentierten und sind deshalb auch weiterhin Inspiration für viele Designer und Künstler geblieben. Warum also nicht auch für uns?


Explodierende Mieten

Fernsehturm BerlinUm sich schöne Möbel in die Wohnung oder das Haus stellen zu können, bedarf es natürlich auch des wenigstens einigermaßen passenden Wohnraums. Klar, es gibt Leute, denen ist das egal, die zaubern auch noch aus einem Abrissloch eine kreative Wohnlichkeit, aber das ist doch eher die Ausnahme. Sanierte Altbau und moderner Neubau – das sind jedoch für viele Menschen kaum noch erschwingliche Unterkünfte. In den deutschen Großstädten steigen die Preise seit Jahren, was natürlich auch mit der Euro-Krise zu tun hat. Deutschland wird als sicherer Hafen inmitten des stürmischen Meeres gesehen, als Auge des Sturms. Abgesehen davon, dass Stürme weiterziehen und alles, was jetzt noch im Auge liegt, bald selbst vom Unwetter erfasst werden dürfte, ist es doch auch verständlich, wenn Vermieter aus dieser für sie günstigen Lage möglichst viel herausholen möchten. Aber Preissteigerungen von 40,50 Prozent in ein oder zwei Jahren sind übertrieben und grenzen fast schon an kriminellen Wucher! Zugegeben, in München oder Köln, gerade im Zentrum, sind solche Exzesse nichts neues und die Innenstadt dort dann auch nur eine auf Hochglanz polierte Einöde ohne Abwechslung, doch wird von diesem Wahnsinn nun mittlerweile auch das bisher so wunderbar durchmischte Berlin erfasst. Immer mal wieder veröffentlichen die Zeitungen entsprechende Mietspiegel und was man dort zu sehen bekommt, ist wirklich keine schöne Geschichte. Da ziehen oft kinderlose Paare in der Mitte des Lebens in die Zentren, sie verdienen viel und jagen dementsprechend Studenten, Künstler und junge Wissenschaftler aus den Quartieren. Dazu kommen auch viele verspießerte Familien gerade aus Westdeutschland, die oft genug die Eigenarten ihrer provinziellen Heimat importieren möchten. Das ist ja zum Teil auch in Ordnung, Identität ist schließlich eine gute Sache, aber wenn kulturell reiche und gewachsene Stadtteile allein durch den Schnöden Mammon durchwirbelt werden und am Ende nur sanierte Lofts dort stehen, so ist das nicht nur langweilig, es ist: gefährlich.


Imrecom Möbel

Imrecom moebel tanzHi Leute! In meinem Blog findet Ihr jede Menge Infos über Möbel, Einrichtungstrends, spezielle Werkstoffe, Stylemoebel und vieles mehr. Seit meiner Kindheit interessiere ich mich für dieses Metier und möchte aus diesem Grund meine Leidenschaft mit anderen teilen.

Möbel sind eine wunderbare Sache, schließlich verwahren sie unseren Besitz, bieten Ruhe und Entspannung und dienen nicht zuletzt auch der Unterstreichung der eigenen Persönlichkeit. Sicher kennt auch Ihr all die lustigen Vorurteile, zum Beispiel über Künstler oder Wissenschaftler. Diese lebten, so die Vorstellung, stets in einer Art wohnlichem Chaos. Ihre Möbel wären dabei zwar nicht die schlechtesten, aber kaum gepflegt und in der Regel kaum zu sehen, sind sie doch fast immer mit Arbeitsentwürfen, Projekten, Manuskripten usw. vollgestellt und verhangen. Und richtig, sehr viele aus der Kreativwirtschaft und aus der Wissenschaft leben so – aber es gibt auch ebenso viele, die auf peinlichste Ordnung achten und die viel Geld für Möbel und für ihre Einrichtung ausgeben. Einmal besuchte ich vor Jahren einen Professor in dessen Haus. Er wohnte in einer Art Lehmbude, die jedoch mit großem Aufwand und jeder Menge Geld hergerichtet wurde. Als ich das Haus von außen sah, dachte ich an all jene Klischees, die über solche Leute hinsichtlich ihrer Einrichtung im Umlauf waren und es hätte mich kaum gewundert, wäre mir im Innern ein unfassbares Chaos begegnet. Doch nein, das von Außen ziemlich provisorisch wirkende Lehmhaus war im Inneren ein perfekt durchgestylter Wohntempel! Tausende Bücher lagen in exakt gearbeiteten Regale, eine exakte Struktur vermittelte mit den Eindruck absoluter Kontrolle, zumindest über die Einrichtung. Der Professor wußte ganz genau wo sich etwas befand und besaß sogar Listen mit allen Einrichtungsgegenständen, die er sein eigen nannte!

Doch ich will hier keine Stories erzählen, sondern vielmehr über Möbel und ihre Aspekte berichten. Zum Beispiel gibt es auch hier, genau wie in der Mode, in der Kunst überhaupt, immer wieder Trends, die sich freilich nicht ganz so einfach durchsetzen können. Die Gleichung ist dabei ganz einfach: Ähnlich wie bei der Kleidung entscheidet bei den Möbel die persönliche Überzeugung. Wer es gemütlich mag, setzt sicher auf Couchgarnituren. Wer hingegen den eigenen Augen (und denen der Gäste) ein aufgeräumtes Heim präsentieren will, stellt sich eine Schrankwand in das Wohnzimmer. Da ist es für Designer schwierig, Trends tatsächlich zu etablieren, weshalb ein Trend in der Welt der Möbel immer langfristiger ausfällt als in der Mode. Es gibt natürlich Leute, die wechseln jedes Quartal ihre Einrichtung, doch sind diese eben auch die Ausnahme. Wohnen heißt immer auch Zuhause sein und so wünschen sich die Menschen das für sie passende Interieur.

Das zu beleuchten und zu analysieren halte ich für ungemein spannend!